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MLP-Vorstand schlägt Dividende von 28 Cent pro Aktie vor

  • Ausschüttungsquote steigt deutlich auf knapp 100 Prozent
  • Ergebnis von einmaligen Effekten beeinflusst – Gesamterlöse 2008 nur knapp unter Vorjahr

Der Vorstand des unabhängigen Finanz- und Vermögensberaters MLP schlägt eine deutliche Erhöhung der Ausschüttungsquote vor. Vorbehaltlich der Zustimmung von Aufsichtsrat und Hauptversammlung schüttet MLP nahezu den vollständigen Überschuss aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen aus. Damit beträgt die Dividende je Aktie 28 Cent (Vorjahr: 50 Cent); die Ausschüttungssumme liegt bei 30,2 Mio. Euro (49 Mio. Euro). Wie im vergangenen Jahr kommuniziert ist die Dividende – vorbehaltlich eines abschließenden Bescheids der Finanzbehörden – steuerfrei.

Auch im vierten Quartal war im Zuge der Finanzkrise eine Zurückhaltung von privaten und institutionellen Kunden festzustellen. Aufgrund der Kursabschläge an den Kapitalmärkten kam es zudem zu Rückgängen bei den laufenden Vergütungen im Vermögensmanagement. Trotz dieser sehr schwierigen Rahmenbedingungen erreichte MLP im Geschäftsjahr 2008 bei den Gesamterlösen mit 597,7 Mio. Euro (2007: 629,8 Mio. Euro) nahezu den Rekordwert des Vorjahres. Darüber hinaus wurde das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von mehreren Einmaleffekten belastet und ging auf 56,6 Mio. Euro (113,9 Mio. Euro) zurück. Der Überschuss in den fortzuführenden Geschäftsbereichen sank entsprechend von 77,5 Mio. Euro auf 31,1 Mio. Euro. Die liquiden Mittel stiegen deutlich auf 210,1 Mio. Euro (155,8 Mio. Euro).

Im vierten Quartal lagen die Gesamterlöse bei 189,8 Mio. Euro (Q4 2007: 224,3 Mio. Euro). Das EBIT ging auf 17,1 Mio. Euro (56,6 Mio. Euro) zurück, der Überschuss auf 11,9 Mio. Euro (38,0 Mio. Euro).

Ergebnismindernd wirkten unter anderem die Umstellung auf das neue Versicherungsvertragsgesetz, für die MLP im Gesamtjahr einmalig rund 6 Mio. Euro aufgewendet hat, sowie eine Abschreibung auf ein vermietetes Bürogebäude von 2,5 Mio. Euro. Weitere 3,8 Mio. Euro flossen in eine Steuerrückstellung. Im Vergleich zum Vorjahr entfiel ein Veräußerungsgewinn von 4,0 Mio. Euro für den Verkauf des Fondsdatenbankgeschäfts des Tochterunternehmens Feri.

Belastet wurde das Ergebnis zudem durch einen Verlust von rund 3,4 Mio. Euro beim Beratungsunternehmen TPC, das MLP im Februar 2008 zur Ergänzung des Geschäftsbereichs betriebliche Altersversorgung erworben hatte. Wegen der unsicheren konjunkturellen Lage haben Firmenkunden größere Projekte verschoben.

Im Zuge der strategischen Fokussierung konzentriert sich MLP im Privatkundengeschäft künftig auf den Kernmarkt Deutschland. Dazu sucht MLP nach einer neuen Eigentümerstruktur für die Einheiten in Österreich und den Niederlanden, die im vergangenen Jahr weniger als zwei Prozent zu den Gesamterlösen beigesteuert haben. Die Gesellschaft in Österreich weist MLP ab sofort als aufgegebenen Geschäftsbereich aus. Im Geschäftsjahr 2008 belief sich der Verlust nach Steuern in den aufgegebenen Geschäftsbereichen auf insgesamt auf 6,3 Mio. Euro. Der Konzernüberschuss liegt damit bei 24,8 Mio. Euro (62,1 Mio. Euro).