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Fußball-WM 2014: Risikoschutz für Fans und Profifußballer

Wie sich Profifußballer gegen die Risiken ihres Traumberufs absichern und was Fans beim Feiern zu Hause oder vor der WM-Reise beachten sollten.

Für viele ist Fußballprofi ein Traumjob, doch ein Bundesligaspieler kann seinen Beruf im Durchschnitt nur 12,5 Jahre ausüben. Nicht selten muss er die Karriere sogar vorzeitig aufgrund von Verletzungen oder Krankheiten beenden. Ohne eine gute Absicherung riskieren Profis – insbesondere junge Spieler – große finanzielle Einbußen.

Keine Standardpolicen für Profis

Vertragsfußballer können nicht aus einem so breiten Versicherungsangebot wählen wie andere Angestellte. „Zur Absicherung der Risiken ihres Berufes stehen Vertragsspielern fast ausschließlich Spezialpolicen zur Verfügung, an deren Kalkulation sich nur wenige Gesellschaften herantrauen“, sagt Christian Schmeckmann vom Finanz- und Vermögensberater MLP und Betreuer des DFB-VDV-Versorgungswerks. Ob Invaliditäts-, Unfall- oder Krankentagegeldversicherung – bei jedem Vertrag kalkulieren darauf spezialisierte Gesellschaften mit einem wesentlich größeren Verletzungsrisiko für die Profifußballer. Daraus folgen erheblich höhere Prämien. „Versicherer beziehen in die Tarifkalkulation Faktoren ein wie Alter, Verletzungshistorie und Ligazugehörigkeit“, sagt Christian Schmeckmann.

Das Beispiel Unfallversicherung macht die Besonderheiten der Profi-Policen deutlich: Eine Spielunfähigkeitsversicherung zahlt im Schadensfall eine Einmal-Kapitalleistung aus (z. B. 1 Mio. Euro). Je nach individuellem Risiko des Spielers und vereinbarter Schadenssumme bewegt sich der Versicherungsbeitrag im vier- bis fünfstelligen Bereich pro Jahr. Je nach Anbieter wird der Vertrag entweder nach drei Jahren Laufzeit neu kalkuliert und der Beitrag an die neue Risikosituation angepasst oder aber der Vertrag wird jährlich automatisch verlängert. Die höheren Beiträge sind oft der Grund für jüngere Spieler, eine adäquate Absicherung aufzuschieben. „Unsere Beratungspraxis zeigt, dass Vertragsspieler häufig deutlich unterversorgt in ihre Profilaufbahn starten. Deshalb hat MLP die Entwicklung spezieller Konzepte zur Basisabsicherung angestoßen“, sagt Christian Schmeckmann.

DFB-VDV-Versorgungswerk

Der Deutsche Fußballbund (DFB) und die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) kennen den hohen Bedarf für eine adäquate Absicherung von Vertragsspielern – auch beim Thema Altersvorsorge. Begleitet von MLP haben sie 1999 das verbandsübergreifende DFB-VDV Versorgungswerk gegründet und bieten Vertragsspielern spezielle Lösungen der betrieblichen Altersvorsorge. Neben Sonderkonditionen ist es im Versorgungswerk möglich, den Vertrag bei einem Wechsel zu einem anderen deutschen Verein mitzunehmen.

Tipps für Fans vor der Reise nach Brasilien

So kurz vor der WM sind insbesondere diejenigen im Fußballfieber, die ein Ticket für Brasilien ergattert haben. Doch was passiert, wenn ein Fan das Spiel nicht besuchen kann? Dafür gibt es spezielle Eintrittskartenversicherungen, die den Wert der Karte zuzüglich Stornokosten ersetzen. „Allerdings leisten sie nur, wenn der Kartenbesitzer erkrankt oder ein Todesfall in seiner Familie eintritt“, sagt Michael Schwarz, Leiter Sachversicherung bei MLP. „Eine Eintrittskartenversicherung deckt viele mögliche Schadensfälle nicht ab, deshalb ist sie in den meisten Fällen überflüssig.“ Grundsätzlich gilt – auch wenn im Fall der WM unwahrscheinlich: Die Versicherung leistet nicht, wenn der Veranstalter absagt. Die gleichen Voraussetzungen gelten für eine Reiserücktrittsversicherung. Da die WM in Brasilien stattfindet, sollten Zuschauer hier ihren Versicherungsschutz überprüfen, um bei Krankheit oder einem Todesfall in der Familie hohe Stornokosten zu vermeiden. „Eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung sollte aber nicht an eine bestimmte Reise wie zum Beispiel zu diesem Fußball-Event gebunden sein. Denn in den meisten Fällen lohnt sich eine Jahrespolice“, sagt Schwarz. Wer sich nach Brasilien aufmacht, für den ist auch eine Reisekrankenversicherung Pflicht. Nur so werden die Kosten für medizinische Hilfe vor Ort auch übernommen und im Ernstfall auch ein Krankenrücktransport gestellt.

Privathaftpflicht- und Hausratversicherung für die private Fußballparty

Die meisten Fans werden sich die WM-Spiele gemeinsam mit Freunden ansehen. Wenn bei einer privaten Fußballparty die Wohnungseinrichtung beschädigt wird, greift die normale Haftpflichtversicherung des Verursachers – jedoch nur bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die man bei anderen verursacht hat, und nur für Gegenstände, die nicht mutwillig zerstört wurden. Brandschäden an der Wohnungseinrichtung, die beispielsweise beim Grillen passieren, werden von der Hausratversicherung übernommen. Wurde der Brand allerdings grob fahrlässig verursacht, weil beispielsweise mehr das Fußballspiel als der Grill im Auge behalten wurde, kürzen die Versicherer die Entschädigung oft in erheblichem Umfang.

MLP AG, Mai 2014