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Kontaktloses Bezahlen gewinnt an Akzeptanz

Ob Kaufhaus, Restaurant oder U-Bahn-Ticket: Schnelles und bequemes Bezahlen per Funkchip gewinnt auch in Deutschland an Beliebtheit. Wie es funktioniert – und welche Details beachtenswert sind.

Der Anteil an klassischen Zahlungsverfahren wie Rechnung oder Lastschrift ist im Zeitraum 2011 bis 2013 von 74 Prozent auf 59 Prozent gefallen. Stattdessen sehen vor allem Jüngere unter 30 Jahren laut einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im kontaktlosen Bezahlen die Zukunft: Rund 63 Prozent würden gerne mit ihrer Geld- oder Kreditkarte kleinere Beträge so noch schneller und einfacher überweisen. Beim kontaktlosen Bezahlen wird die Karte im Abstand von maximal vier Zentimetern kurz an ein dafür vorgesehenes Empfangsgerät gehalten. Der Bezahlvorgang benötigt ungefähr eine Sekunde – und wird optisch und akustisch bestätigt. „Bei dieser ’Tap&Go’-Technologie muss die Karte nicht aus der Hand gegeben werden. Die Gefahr eines Missbrauchs durch das Auslesen des Magnetstreifens und die anschließende Erstellung eines Duplikats wird dadurch ausgeschlossen“, sagt Carsten Soßna, Leiter Konto und Wertpapierabwicklung bei MLP.

Ein entsprechendes Verfahren, das auch international schon seit Längerem zur Verfügung steht, ist PayPass von MasterCard. Damit können grundsätzlich alle Beträge kontaktlos bezahlt werden. Beträge bis zu 25 Euro sind schneller bezahlbar, da keine Unterschrift oder PIN erforderlich sind. Bei höheren Beträgen bedarf es einer zusätzlichen Authentifizierung durch den Karteninhaber. Bei Verlust der Karte muss diese wie üblich gesperrt werden. Zusätzlich greifen weitere Sicherheitssysteme im Hintergrund, die beispielsweise Transaktionen verfolgen und analysieren. Die Kartenchips müssen vor dem Einkauf nicht aufgeladen werden, die Abrechnung erfolgt direkt über das jeweilige Kartenkonto. Dort kann der Kunde jede einzelne Transaktion einsehen.

MLP setzt PayPass bei Kreditkarten bereits seit 2011 ein. „Das Verfahren hat sich mit seinem hohen Sicherheitsstandard auch im Ausland bewährt“, sagt Carsten Soßna. „Für unsere Kunden, die beruflich oder privat viel in anderen Ländern unterwegs sind, ist zudem die Verbreitung wichtig.“ Insgesamt wird PayPass bislang in über 40 Ländern an rund 700.000 Stellen akzeptiert, es gibt bereits mehr als 100 Millionen Karten. In Deutschland sind seit der Einführung 2011 mehr als 1,4 Millionen MasterCard-Karten mit der Technologie versehen.

PayPass ist aber nicht das einzige Verfahren am Markt. So wurde im Sommer 2012 beispielsweise Girogo eingeführt. Hier sind Höchstbeträge von 20 Euro pro Vorgang kontaktlos bezahlbar, sofern die Karte vorher ausreichend aufgeladen wurde. Das Maximalguthaben beträgt 200 Euro – bei Verlust der Karte wird es nicht ersetzt. Das auf dem Chip aktuell gespeicherte Guthaben ist erst am Kassenterminal einsehbar. Einzelne Bezahlvorgänge finden sich nicht auf Kontoauszügen wieder, sondern sind ab einer gewissen Anzahl ebenfalls am Lesegerät an der Kasse ersichtlich. Girogo ist auf Deutschland beschränkt – anders als PayPass, das auch international gilt.

MLP AG, Februar 2014